Chronik der Schule

Chronologische Entwicklung der IGS Marienhafe

Seit 1990 gab es in unregelmäßigen Abständen wiederkehrende Diskussionen über den Schulstandort „Schulzentrum Brookmerland“. Die Vorschläge reichten von Stärkung der Haupt- und Realschule über Umwandlung zur KGS bis hin zur Einrichtung einer IGS.

Februar 2008: Öffentliche Informationsveranstaltung im Schulzentrum Brookmerland mit Vertretern des Schulzentrums, der KGS Hage und der IGS Aurich West. Folge: Ankündigung des Vorsitzenden des Gemeindeelternrates, eine Befragung unter den Eltern der Grundschulkinder zur Einrichtung einer Gesamtschule mit gymnasialem Angebot in Marienhafe durchzuführen. Übergabe der Elternfragebögen an die SG Brookmerland. Die SG Brookmerland stellt einen Antrag an das Kultusministerium auf Umwandlung des Schulzentrums Brookmerland in eine Kooperative Gesamtschule.

April 2008: Ablehnung des Bescheids aus formalen Gründen. Der Antrag hätte vom Landkreis Aurich gestellt werden müssen. Überlegungen zur Stärkung des Schulstandortes Marienhafe durch Stärkung der Realschule.

Sept./Oktober 2008: Der Landkreis Aurich beschließt die Durchführung einer Elternbefragung zur Einrichtung einer IGS in Marienhafe oder am Schulzentrum Moorhusen als Entlastung der IGS Aurich-West. Dort mussten zuvor Aufnahmeanträge von mehr als 100 Schüler/innen abgelehnt werden.

Nov. 2008: Elterninformationsabend am SZ Brookmerland zur Durchführung der Elternbefragung. Vorgabe: Beschluss der Landesregierung auf Fünfzügigkeit einer einzurichtenden IGS und der Möglichkeit des Besuchs alternativer Schulformen im Nahbereich (10 Km). Die Elternbefragung ergibt den Wunsch zur Einrichtung einer IGS am Schulstandort Marienhafe.

29. Dezember 2008: Der Landkreis Aurich stellt den Antrag auf Einrichtung einer IGS am Schulstandort Marienhafe. Das Kollegium des SZ Brookmerland bildet intern eine Planungsgruppe (ohne offizielles Mandat) und beginnt mit der inhaltlichen Vorbereitung.

17.März 2009: Konstituierende Sitzung der Planungsgruppe mit drei weiteren Mitgliedern der IGS Aurich Ost und IGS Aurich West sowie die zusätzliche Unterstützung durch zwei Schulentwicklungsplaner der Landesschulbehörde. Es beginnt eine überaus intensive Planungsarbeit parallel zur normalen Unterrichtsarbeit: Klausurtagung, Vorbereitung von Informationsveranstaltungen, Rhythmisierung, Gestaltung von Lernentwicklungsberichten, Stundentafel, Offener Anfang, Ganztagsangebot („nur“ offenes Ganztagsangebot), Förder-/Forderpläne, Medienausstattung, räumliche Ausstattung, Lehrwerksanalysen und Materialbeschaffung, Stoffpläne, Elterninformationsabende, „Tag der offenen Tür“, Einstiegsphase, Eröffnungsfeier, Einladungsschreiben, Schulprogrammarbeit, Schulentwicklung, Fortbildungsprogramm SEGEL, Netzwerkverknüpfungen, …….. Politische und pädagogische Auseinandersetzung mit den Beschlüssen der Landesregierung zur Einrichtung des „Turbo-Abitur“ an Integrierten Gesamtschulen.

07. August 2009: Exakt 147 Schülerinnen und Schüler werden in der Aula der IGS Marienhafe begrüßt und anschießend in ihre Klassenräume geleitet. Zum Halbjahresende werden weitere drei Schüler/innen im Pilotjahrgang aufgenommen. Damit hat der 5. Jahrgang seine Aufnahmekapazität erreicht und weitere Aufnahmeanträge müssen abschlägig beschieden werden. Schnell wird ersichtlich, dass die Eltern an einer aktiven Mitgestaltung der Arbeit in der IGS interessiert sind. Sie engagieren sich in allen schulischen Gremien (Gesamtkonferenz, Schulvorstand, Schulelternrat) und tragen durch eigene Ideen und tatkräftige Unterstützung wesentlich zum Gelingen schulischer Aktivitäten ( „Tag der offenen Tür“, Sommerfest, Weihnachtsbasar, „Gesundes Frühstück“, Kulturveranstaltungen etc. ) bei.

14. August 2010: Der neue 5. Jahrgang wird sechszügig, davon zwei Integrationsklassen mit 9 Integrationskindern. Insgesamt besuchen jetzt 317 Schülerinnen und Schüler aus den Gemeinden Brookmerland, Südbrookmerland, Hinte und Krummhörn die Integrierte Gesamtschule Marienhafe.

09.Oktober 2010: Gemeinsam mit der Haupt- und Realschule wird das 50-jährige Jubiläum des Schulstandortes „Schule am Speckweg 8“ gefeiert. Unzählige junge, ältere und sehr betagte Besucher finden den Weg in das Schulzentrum, tauschen Erinnerungen aus, staunen über die Entwicklung der Schule und feiern gemeinsam ein gelungenes Jubiläumsfest. An der Organisation beteiligen sich Kollegium, übrige Mitarbeiter, Eltern, Schülerinnen und Schüler und der Schulträger gleichermaßen.

März 2011: Das Niedersächsische Kultusministerium erteilt die Erlaubnis, in Pewsum durch eine Ausnahmegenehmigung (Unterschreitung der Fünfzügigkeit) eine Integrierte Gesamtschule zu errichten. Dadurch verliert die IGS Marienhafe zukünftig den Einzugsbereich Krummhörn.

Mai 2011: Die Samtgemeinde Brookmerland beschließt nach Beratung mit dem Landkreis Aurich, den Einzugsbereich der IGS Marienhafe auf die Gemeinden Hage, Dornum, Juist, die Stadt Norderney und die Stadt Norden auszuweiten. Aus mehreren Gemeinden lagen bereits zuvor Anfragen von Eltern auf Aufnahme ihrer Kinder an der IGS Marienhafe vor. Die Entwicklung der Schülerzahlen zum Schuljahr 2011/2012 ist durch die neue Entwicklung nicht vorauszusehen. Klarheit wird es nach dem Anmeldeschluss am 25. Juni 2011 geben.