Schulhunde

 

 „Was uns so fest mit Hunden verbindet, ist nicht ihre Treue, ihr Charme oder was es sonst noch so sein mag, sondern die Tatsache, dass sie nichts an uns auszusetzen haben.“ 

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Wenn ich mich kurz vorstellen darf. Mein Name ist Thorin und ich bin am 13.02.2013 geboren. Wie man auf den Bildern erkennen kann, bin ich ein schokobrauner Zwergpudel und wiege 4,5 kg.

Außerdem habe ich einen ganz besonderen Beruf. Denn ich bin ein Schulhund.

Da ich ein Pudel bin, habe ich kein Fell, sondern Haare, genau wie ihr Menschen.  Darum muss ich regelmäßig zum Hundefriseur, um immer schön auszusehen. Da ich kein Fell besitze verliere ich keinerlei Haare und Kinder können kein Problem mit Allergien bekommen.  Ich spiele sehr gerne mit meinem Bällchen und bekomme meine Hauptmahlzeit von den Schülern in der Schule. Außerdem schlafe ich für mein Leben gerne in der Schule, wenn die Schüler etwas im Unterricht lernen. Besonders mag ich es mit den Schülern zu schmusen, mit ihnen zu spielen oder sie zu trösten, wenn es den Kindern nicht gut geht. Denn ich liebe es Kinder glücklich zu machen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. In meiner Freizeit gehe ich lange mit meinem Herrchen spazieren und gehe meinem Hobby, dem Schlafen, wieder nach.

 

 

 


 

Zur Ausbildung:

 

Der Hundebesitzer und Lehrer, Jan Roland, absolvierte einen Sachkundenachweis und genoss seine Ausbildung als Hundetrainer unter F. Rosenbaum. L. Lux, eine Fachkraft für tiergestützte Therapie, betreute die Grundausbildung von Thorin mit. Thorin ist sehr früh in den Schulalltag und die sogenannte Hundeklasse, die 6b, integriert worden und dadurch mit den Kindern aufgewachsen. Dabei wurde besonders darauf geachtet, dass der Hund nicht überfordert wurde. Dafür besitzt er eine Box, in welche er sich ständig zurückziehen kann. Außerdem wurde er zunächst nur stundenweise eingesetzt.

Inzwischen hat sich Thorin an den Alltag gewöhnt und ihm macht die Arbeit mit den Kindern sichtlich Spaß.

 

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Ein weiterer Schulhund, ein Golden Retriver namens Jesse, wird derzeit von der Lehrerin, Catharina Doege, ausgebildet und in den Schulalltag integriert.

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Aufgaben

In den Pausen spielen die Schülerinnen und Schüler der Hundeklasse mit Thorin und bringen ihm Tricks bei. Dafür werden die Kinder in einen Hundedienst eingeteilt und haben damit die Verantwortung sich um die Bedürfnisse des Hundes zu kümmern. Außerdem bereitet die Hundeklasse (die Klasse 6b) Thorin darauf vor bei Jahrgangsfeiern seine neusten Tricks zu präsentieren. Durch die Verantwortung, die die Kinder bei der Vorbereitung und der Präsentation haben, treten die Schülerinnen und Schüler selbstbewusster auf und erleben viele Erfolgserlebnisse.

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Warum setzen wir Hunde in der Schule ein?

 

Integration:

Ein Schulhund stärkt die Gemeinschaft und erleichtert es den Kindern untereinander in Kontakt zu treten. Denn sie alle müssen sich gemeinsam um das Tier kümmern. Demnach wird keiner ausgeschlossen und isoliert, sondern in die Gemeinschaft miteinbezogen. Des Weiteren erlernen die Schülerinnen und Schüler andere Kinder toleranter zu behandeln und sie so zu akzeptieren wie sie sind. Denn ein Hund liebt jeden so wie er ist und unterscheidet nicht nach Aussehen, Hautfarbe etc. Dadurch wird das Sozialverhalten des Kindes verbessert.

 

Angstabbau:

 

Einige Schüler und Schülerinnen reagieren anfänglich sehr ängstlich auf Hunde, welches sich insbesondere auf schlechte Erfahrungen zurückzuführen lässt. Durch den intensiven Umgang mit dem Hund scheint diese Angst jedoch zu verfliegen. Sie betrachten den Hund als Freund, wollen mehr über ihn erfahren und bauen ihre Ängste ab.

 

Kommunikationsfähigkeit:

 

Schülerinnen und Schüler, die Probleme mit der Artikulation besitzen, lernen sich verbal gezielter auszudrücken, da sie anfangen über Erlebnisse mit dem Hund zu berichten. Durch ihr Interesse am Hund wollen sie mehr Informationen über das Tier erhalten und tauschen sich dadurch mehr mit seinen Mitschülerinnen und Mitschülern, sowie mit der Lehrkraft aus.

 

 Stärkung des Selbstwertgefühls:

 

Hunde vermitteln Kindern das Gefühl von Sicherheit, Liebe, Verständnis und Vertrautheit. Durch die Verantwortung, die man unter anderem mit der Verpflegung des Tieres übernimmt, gibt es einem das Gefühl gebraucht zu werden. Daraus folgt, dass die Schülerinnen und Schüler selbstbewusster und offener werden.

 

 

 Emotionalität:

 

Durch die Auseinandersetzung mit einem Lebewesen lernen die Kinder, dass ihr Gegenüber Gefühle und Bedürfnisse hat, welche es zu respektieren gilt. Dafür müssen sie viel Rücksicht auf das Tier nehmen und auf seine nonverbale Kommunikation achten. Dadurch erlernen die Kinder einen respektvollen Umgang mit ihren Mitmenschen und ihre Wahrnehmung verändert sich positiv.

 

Lern- und Arbeitsverhalten:

 

Durch die Anwesenheit des Hundes während des Unterrichtes verhalten sich die Schülerinnen und Schüler ruhiger und konzentrierter, da sie berücksichtigen müssen, dass Unruhe sich auf das Tier überträgt. Demnach arbeiten die Kinder besser im Unterricht mit und versuchen das Tier von jeglichem Stress fernzuhalten. Außerdem gehen die Schülerinnen und Schüler wegen ihrem tierischen Freund lieber zur Schule und arbeiten motivierter am Unterricht mit.